Veeam Backup – Failed to create change tracking time stamp for virtual disk file

In einer Hyper-V Infrastruktur mit insgesamt vier Knoten in einem Failover Cluster wird Veeam Backup & Replication zur Sicherung der virtuellen Hyper-V VMs genutzt. Nachdem eine der VMs umbenannt wurde (und auch die jeweiligen VHDX-Dateien), gab es bei einer VM eine Warnung während der Sicherung:

Durch diese Warnung wurde die entsprechende VHDX-Datei immer als “aktive full” gesichert, was bei einer Größe von knapp 1,5 TB ein paar Minuten dauert.

Durchgeführte Anpassungen

Im ersten Schritt wurden folgende Dinge probiert, die jedoch alle nichts geändert haben:

  • Per Hand ein “Active Full” Backup erstellt
  • Neustart der Hosts
  • Neustart der VM

Lösung

Nach einer kurzen Recherche bei der Suchmaschine meines geringsten Vertrauens habe ich dann folgenden Artikel gefunden, der wiederum auf einen Veeam Knowledgebase-Eintrag verweist. Hier wird beschrieben, wie die folgenden Schritte durchzuführen sind:

  1. Auf dem Veeam B&R Management Server muss unter Backup Infrastructure -> Managed Server -> Hyper-V Clusters -> Clustername jeder Mitgliedsserver im Cluster angeklickt werden, um dort die folgenden Einstellungen zu machen
    1. Manage Volumes -> Disable changed block tracking for this host (not recommended)
  2. Laut dem KB-Artikel muss nun auf den Hyper-V Hosts der VeeamFCT-Dienst beendet werden. In meinem Fall handelt es sich um einen Hyper-V Cluster mit Windows Server 2012 R2 und der entsprechende Dienst kann nicht gefunden werden. Ich habe diesen Schritt daher ausgelassen.
  3. Der Registry-Ordner HKEY_LOCAL_MACHINE\SYSTEM\CurrentControlSet\Services\VeeamFCT\Parameters\CTDB auf jedem Hyper-V Hosts muss erst exportiert (und somit gesichert) und dann gelöscht werden. In dem Ordner befanden sich bei mir zwei Unterordner mit den Namen CSV und Volume.
  4. Nun habe ich alle Veeam-Dienste auf allen Hyper-V Hosts neugestartet (Installer, Data Mover und Hyper-V Integration)
  5. Danach habe ich in der Veeam Management Konsole den Schritt Nummer 1 wieder rückgängig gemacht und das CBT für alle Server wieder aktiviert.
  6. Die nun per Hand gestartete Sicherung lief ohne eine Warnung durch. Die CBT-Informationen werden nun wieder gesammelt und die Datenbank wird neu aufgebaut, so das bei der zweiten Sicherung die Zeit für eine Sicherung wieder bei wenigen Minuten liegt statt bei knapp 30 Minuten.

 

Jan

Jan Kappen arbeitet sein 2005 in der IT. Er hat seine Ausbildung 2008 abgeschlossen und war bis 2018 als IT-Consultant im Bereich Hyper-V, Failover Clustering und Software Defined Storage unterwegs. Seit 2015 wurde er jährlich von Microsoft als Most Valuable Professional (MVP) im Bereich "Cloud & Datacenter Management" ausgezeichnet für seine Kenntnisse und die Weitergabe seines Wissens. Jan ist häufig auf Konferenzen als Sprecher zu finden, weiterhin bloggt er viel. Seit September 2018 ist Jan als Senior Network- und Systemadministrator bei einem großen mittelständischen Unternehmen im schönen Sauerland angestellt. In seiner Freizeit kümmert er sich um das Freifunk-Netzwerk in Winterberg und Umgebung.

2 Kommentare:

  1. Tja, … da habe ich dich (eher durch Zufall) gleich “wiedergefunden”.
    Prima Tipp, den habe ich gleich in unserem HV-Cluster umgesetzt, mal schauen wie das Backup heute Abend läuft.

    Viel Spaß bei deiner neuen Arbeitsstelle,
    VG marcel

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