Problem mit Ubiquiti EdgeSwitch Lite nach Update

Bei einem Update von zwei EdgeSwitch Lite Switches mit 24 Ports (ES-24-LITE) sind die Geräte nach dem Update nicht mehr erreichbar gewesen. Komischerweise war eine Administration über den Management-Port möglich, wenn man sein Notebook direkt in diesen Port (Port 1 in meinem Fall) gesteckt hat. Eine Verbindung zu anderen Geräten/Switches war aber nicht möglich.

Auf beiden Geräten existiert ein LAG/Trunk/Bond bestehend aus zwei Ports, um eine höhere Bandbreite zum Backbone-Switch zu erreichen. Diese Verbindung ist statisch konfiguriert, es wird kein LACP genutzt. Nach einer kurzen Suche stellte sich heraus, dass beim Update das LAG umkonfiguriert wurde. Dies passiert ohne eine Rückmeldung, so das ich kurz suchen musste, um das Problem zu finden.

Ursprünglich existierte ein statischen LAG, dieses war nach dem Update auf die Firmware-Version 1.8.0 ein dynamischen LAG (mit LACP). Da die Gegenseite allerdings ebenfalls statisch konfiguriert war, funktionierte der Uplink nicht mehr und das Gerät erschien wie offline/defekt.

Einstellung von LAG 1 nach dem Update

Die Lösung war, die Option Static LAG wieder zu aktivieren. Sobald dies mit einem Save bestätigt wurde, war auch wieder eine Verbindung zu den anderen Geräten im Netzwerk möglich. Dieses Verhalten ließ sich bei zwei Geräten beobachten, die unabhängig voneinander geupdatet wurden.

Weitere Beobachtung nach dem Update: Die Status-LED leuchtete teilweise blau statt weiß. Ich habe ein paar Foren-Einträge gefunden, die dieses blaue Licht als ein Zeichen für einen Defekt beschreiben. In meinem Fall war es kein Defekt, sondern lediglich ein Uplink-Problem.

Weiterer Tipp von meiner Seite: Ich nutze Port 1 auf allen Netzwerk Switches nicht, sondern stelle ihn als Untagged-Port auf das Management-VLAN. So kann ich mich mit nahezu jedem Gerät in diesem Port einstecken und komme immer auf die Management-Oberfläche von den Geräten. Diese Entscheidung hat sich schon mehrfach als sehr gut herausgestellt, da ich immer (außer natürlich bei einem Ausfall von Hardware) auf die Management-Konsole komme. Great 🙂

Jan

Jan Kappen arbeitet sein 2005 in der IT. Er hat seine Ausbildung 2008 abgeschlossen und war bis 2018 als IT-Consultant im Bereich Hyper-V, Failover Clustering und Software Defined Storage unterwegs. Seit 2015 wurde er jährlich von Microsoft als Most Valuable Professional (MVP) im Bereich "Cloud & Datacenter Management" ausgezeichnet für seine Kenntnisse und die Weitergabe seines Wissens. Jan ist häufig auf Konferenzen als Sprecher zu finden, weiterhin bloggt er viel. Seit September 2018 ist Jan als Senior Network- und Systemadministrator bei einem großen mittelständischen Unternehmen im schönen Sauerland angestellt. In seiner Freizeit kümmert er sich um das Freifunk-Netzwerk in Winterberg und Umgebung.

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