Eaton IPP verbindet sich nicht mit einer Network-M3-Karte

Für die automatische Abschaltung eines Windows-Servers bei einem Stromausfall sollte der Eaton Intelligent Power Protector mit einer Eaton 5PX 3000i RT2U G2 gekoppelt werden.

Die USV war mit einer Eaton Network-M3-Netzwerkkarte ausgestattet. Obwohl der Intelligent Power Protector die USV erkennen und deren Status auslesen konnte, funktionierte die eigentliche Registrierung als Shutdown-Agent nicht.

Ausgangslage

Zum Einsatz kamen folgende Komponenten:

USV:              Eaton 5PX 3000i RT2U G2
Netzwerkkarte:    Eaton Gigabit Network Card 3
Modell:           NETWORK-M3
Firmware vorher:  2.3.3
IPP-Version:      1.73.175
Betriebssystem:   Windows Server

Die USV wurde im Eaton Intelligent Power Protector korrekt erkannt und als Stromquelle eingerichtet.

Kurz danach meldete der IPP allerdings einen Kommunikationsfehler:

Berichtet Kommunikationsfehler

In der Weboberfläche der Network-M3-Karte blieb die Liste der registrierten Shutdown-Agenten leer.

Fehlerbild

Die Kopplung wurde auf der Netzwerkkarte unter folgendem Menü gestartet:

Protection
→ Agents list
→ Pairing with shutdown agents

Der Pairing-Modus war aktiv, der Windows-Server wurde aber nicht als Agent registriert.

Auch eine manuelle Kopplung brachte keine Änderung. Das in der Eaton-Anleitung beschriebene Client-Zertifikat wurde ebenfalls nicht erzeugt.

Die grundsätzliche Netzwerkkommunikation funktionierte dagegen:

Test-NetConnection 192.168.x.x -Port 443
Test-NetConnection 192.168.x.x -Port 8883

Beide Tests waren erfolgreich:

TcpTestSucceeded : True

TCP 443 wird für die HTTPS-Kommunikation verwendet. Die geschützte Kommunikation zwischen IPP und Network-M3 erfolgt über MQTT mit TLS auf TCP 8883.

Zertifikate und Uhrzeit überprüfen

Unter den Zertifikatseinstellungen der Network-M3 waren alle lokalen Zertifikate gültig.

Besonders relevant war das Zertifikat für:

Protected applications (MQTT)

Der Status wurde korrekt als Valid angezeigt.

Auch Datum, Uhrzeit und Zeitzone des Windows-Servers und der Netzwerkkarte stimmten überein. Damit konnten ein abgelaufenes beziehungsweise noch nicht gültiges Zertifikat und eine fehlerhafte Zeitsynchronisierung ausgeschlossen werden.

Test mit einer älteren IPP-Version

Neben der aktuellen IPP-Version wurde zusätzlich folgende ältere Version getestet:

ipp_win_1_73_175

Das Verhalten blieb identisch:

  • Die USV wurde erkannt.
  • Der Status konnte ausgelesen werden.
  • Nach kurzer Zeit erschien ein Kommunikationsfehler.
  • Der Server wurde nicht als Shutdown-Agent registriert.
  • Es wurde kein Pairing-Zertifikat erzeugt.

Damit war ein reines Problem der aktuellsten IPP-Version eher unwahrscheinlich.

Ursache: Firmware der Network-M3-Karte

Die Network-M3-Karte verwendete zunächst folgende Firmware:

Firmware:   2.3.3
Bootloader: 4.2.1

Als nächster Schritt wurde die Firmware der Netzwerkkarte auf Version 3.0.1 aktualisiert.

Nach dem Update zeigte die Karte folgenden Status:

Status:      Active
Version:     3.0.1
Update:      Success

Anschließend wurde die Kopplung erneut gestartet und die USV im Intelligent Power Protector neu als Stromquelle eingerichtet.

Erfolgreiches Pairing nach dem Firmwareupdate

Nach dem Update auf Firmware 3.0.1 funktionierte das Pairing sofort wie vorgesehen.

Der Windows-Server wurde in der Agents List der Network-M3 angezeigt:

Name:                   IPP / Hostname
Version:                1.73.175
Powering strategy:      PRIMARY Load shedding
OS shutdown duration:   120 Sekunden
Status:                 Protected
Communication:          Connected

Auch die dauerhafte Kommunikation zwischen IPP und USV blieb anschließend bestehen.

Ergebnis

Die Ursache lag nicht an einer blockierten Netzwerkverbindung, einer falschen Uhrzeit oder der eingesetzten IPP-Version.

Das Problem wurde durch die Firmware der Eaton Network-M3-Karte verursacht.

Die funktionierende Kombination war:

Eaton Network-M3 Firmware: 3.0.1
Eaton IPP:                 1.73.175

Nach dem Firmwareupdate wurde der IPP-Agent korrekt registriert, das benötigte Zertifikat erzeugt und die Verbindung dauerhaft als Protected und Connected angezeigt.

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Dieser Artikel wurde mit Unterstützung von dieser KI gemacht, von der gerade alle reden und die den RAM so teuer macht…


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Jan

Jan Kappen arbeitet seit 2005 in der IT. Er hat seine Ausbildung 2008 abgeschlossen und war bis 2018 als IT-Consultant im Bereich Hyper-V, Failover Clustering und Software Defined Storage unterwegs. Seit 2015 wurde er jährlich von Microsoft als Most Valuable Professional (MVP) im Bereich "Cloud & Datacenter Management" ausgezeichnet für seine Kenntnisse und die Weitergabe seines Wissens. Jan ist häufig auf Konferenzen als Sprecher zu finden, weiterhin bloggt er viel. Von September 2018 bis Dezember 2019 war Jan als Senior Network- und Systemadministrator bei einem großen mittelständischen Unternehmen im schönen Sauerland angestellt. Im Januar 2020 hat er den Sprung in die Selbstständigkeit gewagt und ist seitdem Geschäftsführer der Firma Building Networks in Winterberg. In seiner Freizeit kümmert er sich um das Freifunk-Netzwerk in Winterberg und Umgebung.

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