Original:
Remix:
Original:
Remix:
Geiles Lied und cooler Text, vor allem wenn man jemand hat bei dem er zutrifft
Gänsehaut…
Am Wochenende war es soweit. Eine der unwichtigsten Entscheidungen des Jahres stand an:
Wer darf für die kommenden Monate die Marionette der Musikindustrie sein? Wer bekommt fünf Minuten Ruhm in seinem Leben und verschwindet danach wieder in dem dunklen Loch der Vergessenheit?
Trotz meinem Bemühen, diesen ganzen Zirkus möglichst nicht beachten und nix mit zu bekommen, bin ich über die folgende “Nachricht” gestolpert:
Fan von Menowin Fröhlich fordert, dass das Finale abgesagt wird
Ein Fan also. Wie ist man gestrickt, wenn man nach ein paar ?Wochen? von sich behauptet, Fan eines kleinen Kerlchens zu sein, der in einer Casting-Show auf einem Sender, der auf der Liste der zu meidenden TV-Sender auf der ersten Stelle steht, mitmacht? Vor allem, wie lange soll der “Ruhm” von seinem “Idol” anhalten, vor allem jetzt, da er verloren hat? Kümmert sich wirklich der Großteil der Leute (inkl. Produzenzen und Entscheider hinter den Kulissen) um jemanden, der Zweiter geworden ist? Wer war der zweite Mensch auf dem Mond? Wer der Zweite auf dem Mount Everest? Wer war der zweite, der von Alcatraz geflohen ist?
Keine Ahnung. Interessiert eigentlich auch niemand. Was genau passiert nun also, wenn das Idol von der Bildfläche verschwindet? Erinnert man sich in 30 oder 40 Jahren noch daran, das man “dabei war”, hört sich alte CDs an und erzählt seinen Kindern von dieser denkwürdigen Zeit? Wohl eher nicht. Also wird sich einfach was neues gesucht. Eine neue Kopie einer Kopie einer Kopie. Weil das läuft ja im Radio, also muss das cool, in und hip sein. Das man den ganzen Krempel schon kennt, einem die Melodie “merkwürdig bekannt” vorkommt oder man direkt das Lied kennt weil es (mal wieder) ein Cover ist, interessiert nicht. Ist ja cool!
Ich habe den musikalischen Teil meines Herzens schon vor einiger Zeit der elektronischen Musik geschenkt. Trotzdem kann ich nicht behaupten, Fan von irgendwem oder irgendwas zu sein. Altbekannte Namen wie Headhunterz, Blutonium Boy, Technoboy, Marc Acardipane und wie sie alle heißen. Cool. Hart. Laut. Aber wenn sie ab morgen weg wären? Schade, aber kein Untergang. Es rücken immer wieder neue, begabte Künstler nach und füllen die Lücken, die entweder durch Abstinenz, durch immer längere Pausen zwischen den Releases oder durch Monotonie entstehen. Jede Woche kommen neue Tracks, die neuen, unbekannten Projekten, aber durchaus bekannten Leuten zuzuordnen sind.
Ich sehe in letzter Zeit des öfteren Tracklisten in Blogs von Leuten wie du und ich, “einfache” Menschen, die einfach das bloggen was sie gerade denken. Und in nahezu allen Fällen kenne ich von den Tracks weder den Künstler noch den Titel. Dieser Umstand zeigt mir entweder, das ich einen viel zu engen Blickwinkel auf Musik außerhalb “meiner” Welt habe, oder aber das diese Leute ebenfalls Musik hören, die in kleineren Nischen, Konzerthallen und Clubs zuhause ist, nicht in Stadien oder riesigen Hallen.
Meine Musik wird niemals auf einer Abifete, in einer Kneipe oder bei einem Straßenfest gespielt. Soll sie auch gar nicht. Ich bin kein Fan…